RESET.

Vom Erfüllen

zu Erfüllung.​

Schritt 4: Stau spüren und in Bewegung bringen

Lesedauer ca. 3,5 Minuten, (inkl. Feier-Einladung)

Lass uns feiern!

Mir fiel vor kurzem wieder das Buch „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ von François Lelord in die Hände.

Und da war einer der Punkte, die Hector auf seiner Reise erfährt, jener, dass Glück auch bedeutet, mal richtig zu feiern!

Im vorherigen Schritt erwähnte ich ja, dass wir durch äußere Umstände und Impulse immer wieder und stetig und das permanent davon abgelenkt und abgehalten werden, etwas in unserem Verhalten zu ändern (besonders das Gehirn ist äußerst darauf bedacht, keine überflüssige Energie für „NEUES oder VERÄNDERUNG“ zu verschwenden).

Es ist daher von großer Wichtigkeit,

...das Gehirn auf "unsere Herzens-Sehnens-Seite" zu ziehen.

 

Und das geschieht am besten (oder ausschließlich) durch BEGEISTERUNG!!! Da schwingen nämlich Herz und Hirn auf gleicher Welle… (damit arbeitet übrigens auch Joe Dispenza).

  • Da du gerade auf dem Weg bist, deine Größe und Einzigartigkeit zu entfalten,
  • weil du spürst, dass noch viel mehr in dir steckt, dass sich nach Gelebt-Sein sehnt
  • und du etwas dazu beitragen willst, das das zusammen Leben und zusammen Wachsen auf dieser Welt GELINGEN kann,
  • ALSO GENAU DESHALB WOLLEN DIE TEILSCHRITTE, DIE DU BISHER SCHON GEÜBT HAST, BEACHTET UND GEFEIERT WERDEN!

Also, WAS WIRST DU HEUTE tun, um dein bisheriges Dranbleiben und Experimentieren zu FEIERN? 

Ein sinnliches Schaumbad? Ein gutes Buch? Ein genussvolles Essen? Ein Abendspaziergang?

LIES NICHT dArüber hinweg!

  • Halte einen Moment inne
  • und atme durch,
  • sammle dich und entspanne,
  • und SPÜR DICH…

Ich lade dich ein, eine Entscheidung zu treffen: DICH zu FEIERN:

Sehr gut, bist du bereit für den nächsten Schritt?

STAU SPÜREN UND IN BEWEGUNG BRINGEN

Zur Erinnerung: im vorigen Kapitel sind wir stehen geblieben inmitten von Atmen und Anspannung loslassen. Und dass es manchmal gar nicht so einfach ist genau dort loszulassen, wo man Anspannung spürt.

Manchmal sogar ist es eine Herausforderung, überhaupt Anspannung zu spüren, wenn nicht jemand (zum Beispiel ein Masseur oder eine Praktikerin der Grinberg Methode, oder eine Shiatsu-Praktikerin …) dir durch Berührung deutlich macht, was DU gerade machst!

Anstrengung/Anspannung kann auch eine Empfindung von

  • größerer Dichte oder
  • Schwere oder
  • Unruhe sein, aber auch
  • von Gefühllosigkeit
  • oder Taubheit
  • oder Leblosigkeit,

denn wenn es wo STAUT, FEHLT dir gleichzeitig in einem anderen Bereich diese Energie. 

Und natürlich kann auch Schmerz ein Zeichen von Stau sein.

Also: wir stellen fest: irgendwie irgendwo staut’s.

 

Wo das BEI DIR der Fall ist findest du raus, indem du deine Aufmerksamkeit durch deinen Körper wandern lässt.

Wo eckt's?

Lenk deine Aufmerksamkeit in den Körper und spür nach:

  • Ist dein Kopf voll, dicht und schnell,
  • dein Zwerchfell undurchdringlich?
  • Sind alle Knochen schwer,
  • deine Augen müde?
  • Spürst du den Bodenkontakt nur wie auf Stelzen – oder gar nicht? Schwebst du?
  • Oder ist dein Nacken wie ein Brett?
  • Hast du einen Stein im Magen? oder
  • einen Kloß im Hals

Wenn du die Bereiche ausfindig gemacht hast, in denen sich dein Energiefluss STAUT, dann bring Bewegung in diese Bereiche! Dazu hast du 2 Möglichkeiten:

2 grundlegende Möglichkeiten, Staus zu lösen:

Entweder:  AKTIV BEWEGEN

… und zwar von innen heraus, damit ist gemeint: lass den Bereich sich bewegen. Setz nicht deinen Verstand ein/oben drauf und sag dir, was jetzt für Bewegung gut wäre. Lass deinen Körper übernehmen und vom Spüren her leiten.

Bewege dich in diesen Bereichen sanft oder kraftvoll, was dir im Moment am dienlichsten ist, aber immer mit jener Fürsorge und Aufmerksamkeit, die du auch einem dir anvertrauten Baby entgegenbringen würdest.

Oder: PASSIV BEWEGEN

Lenke deine Aufmerksamkeit dorthin, wo du „Stau, Dichte, Unwohlsein“ spürst und leite deine Atembewegung in den Bereich – soweit wie möglich! Und auch wenn dein Verstand sagt: „Ich kann nicht in die Beine atmen, da hab ich keine Lungen!“ kannst du die Atembewegung IN RICHTUNG Becken/Beine lenken und du wirst SPÜREN, dass sich etwas verändert!

Probier’s aus und mach deine eigenen Erfahrungen! Es gibt viiieles, was unser Verstand nicht begreift und dennoch für unsere Ganzheit erfassbar ist…

Die drei tendenziell häufigsten Trennungen/Staumauern

in denen wir unsere Kraft, unseren Fluss und Emotionen bremsen, sind: 

  • der Beckenbereich 
  • das Zwerchfell und 
  • der Nacken/Schulterbereich.
  • Probier aus, wie du deinen Körper am besten wieder mit Leben füllst, wodurch du dich wieder belebt und lebendig fühlst.
  •  Scheue dich nicht, ungewohnte Bewegungen zu machen und höre deinem inneren „wie sieht das denn aus“ (falls es auftaucht) nicht zu!
  • Fülle dich mit deiner Aufmerksamkeit, bis du dich wieder vollständig fühlst und vollständig fühlst.

Schritt 3 und 4 kannst du übrigens so oft wiederholen, wie du brauchst,
um dich wieder FREI von Anstrengung zu spüren.

Hier noch einige Bewegungsinspirationen:

Becken:

  • stell dich breitbeinig auf den Boden, spüre die Verbundenheit mit der Erde, 
  • beuge die Knie, spüre deine Oberschenkel und bewege das Becken. 
  • Spür, wo die Oberschenkelknochen in der Hüfte andocken und beweg die Gelenke. 
  • Mach Platz. 
  • Bewege den unteren Rücken. Geschmeidig. Kreisend. In alle Richtungen.

Zwerchfell:

    • wenn du stehst, nimm die Hände hinter den Kopf, beuge dich seitlich nach links und rechts und dehne den Platz zwischen den Rippen.
    • Verschränke die Hände über dem Kopf und ziehe dich in die Länge. Atme ins Zwerchfell, Solarplexus, Magen – gemeint ist die Gegend unterhalb des Rippenbogens.
    • Auf allen 4en dehnst du deine Wirbelsäule wie eine Katze – Katzenbuckel, und in die andere Richtung. Atme zum Zwerchfell, hier gilt auch: mach Platz.

Nacken/Schulterbereich:

  • Vibriere von den Knien/Knöcheln ausgehend deinen Körper durch.
  • Lass den Nacken locker (wie diese Figuren im Auto: Wackeldackel, Elvis, Blume, …)
  • Kreise und bewege deine Schultern und Schulterblätter in alle Richtungen, gegengleich, unabhängig von einander, völlig frei.
  • Fliege. Boxe. Schwimme. Kratze. Fauche. Mach Töne. Auch die Stimmbänder können verspannt und gehalten sein!
  • Schneid Fratzen. Zeig Zähne. Und Zunge. Feel free.
  • Werd wieder locker und durchgängig. Und atme voll. 

Resumé nach Tag/Schritt Nummer 4

Du hast nun ein feines Werkzeug-Köfferchen zusammengestellt, mit dem du dir helfen kannst, wenn du Unsicherheit, Zerrissenheit, Ohnmacht, Zweifel empfindest oder dich in einer unliebsamen Situation oder einer schmerzvollen Begegnung befindest:

  • Du kannst innehalten und dich auf deine Kraft und Würde besinnen.
  • Du kannst dich fokussieren und tief durchatmen.
  • Du bist imstande, Anspannung loszulassen und Körperbereiche durch Bewegung von ungewollter Anstrengung zu befreien.
  • Weiters bist du Herr/Frau über die Situation und über deinen Mechanismus geworden, weil du dir bewusst bist, was da abläuft und wie du aussteigen kannst.
  • Du bist wieder in der Lage zu wählen, ob du dem gewohnten Verhalten Raum schenkst, oder ob du neuen Möglichkeiten die Tür öffnest.
  • Du kehrst zu deiner Selbstbestimmtheit, Integrität und Würde zurück und kannst somit auch anderen Menschen integer und in Würde begegnen.

Also, wenn DAS ALLES kein Grund zum Feiern ist???

Je stabiler du in deiner Mitte bist, du in dir ruhst und DICH bewohnst, umso mehr strahlst du die Einladung an andere aus, sich ebenfalls an ihre Würde zu erinnern und ihr Wachstums-Potential und zu leben!

Das bedeutet, indem du DICH veränderst, veränderst du DIE WELT!

Ok, nicht jeder hat dies als ausgesprochene Vision, aber trotzdem ist es schön zu wissen… Was meinst du?

Feiere schön! Und: bis morgen!