RESET.

Vom Erfüllen

zu Erfüllung.​

Schritt 1: Erkennen.

Lesezeit: ca. 3,5 Minuten

Zu Beginn: Einige Fakten

  • Nicht jeder von uns HAT Kinder, aber jeder von uns WAR einst ein Kind.
  • Jeder von uns ist mit mehr oder weniger 40 Wochen Verbundenheit und Geborgenheit ins Leben gestartet.
  • Jeder von uns besteht aus seinem unvergleichlichen Gen-Cocktail, gemixt mit einem individuell beseelten Grundpotential, das auf Entfaltung wartet, serviert in einzigartigem Umgebungsambiente… 
  • Und jeder von uns wurde schon in dieser Zeit als Kind individuell geprägt und mit individuell unterschiedlichen, einzigartigen Erfahrungen konfrontiert.
  • Jede einzelne dieser Erfahrungen hat Höchstleistungen von unserem Gehirn gefordert, denn jede einzelne war NEU! Unzählige Verknüpfungen entstanden.
  • Und auf diese, in der Pubertät überarbeiteten, teilweise neu gestalteten Verknüpfungen greifen wir heute, als Erwachsene zurück.

Wo wir heute stehen

...am Anfang?

  • Wenn du heute in Situationen gerätst, in denen du dich
  • hilflos,
  • ratlos,
  • in die Enge getrieben,
  • ohnmächtig,
  • zerrissen,
  • überfordert,
  • allein gelassen oder
  • verzweifelt fühlst,

in denen du

  • ungeduldig oder laut,
  • unlebendig oder starr wirst,
  • in denen du rotierst,
  • oder drohst zu explodieren,
  • in Gefühlswellen zu ertrinken oder
  • in Enge zu ersticken

hat dies mit großer Wahrscheinlichkeit damit zu tun, dass ein Sinnes-Impuls von außen – oder auch ein eigener Impuls ‚home made‘ durch deine Erinnerungen von innen – in deinem Gehirn einen Mechanismus anstoßen, der das alte, einmal bewährte Programm, eben jene Verknüpfungen, die bei der ursprünglichen Erfahrung hergestellt wurden, abspult.

Du erweckst dadurch manch alte Ängste, alte Verletzungen immer wieder neu, bleibst in alten Verhaltensweisen stecken, mit immer den selben alten Ergebnissen.

Oft ist es nicht mehr das „Außen“, das dich in diese Situationen BRINGT, sondern du KREIERST sie selbst durch dein immer gleiches Re-agieren.

Mit großer Wahrscheinlichkeit bist du so gewöhnt an diese Situationen, so gewöhnt, sie auszuhalten, dich durchzubeißen, dich zurückzunehmen, inklusive die damit verbundenen Anstrengungen, Emotionen und Denkweisen, dass du gar nicht auf die Idee kommst, etwas ändern zu KÖNNEN. 

„Es ist halt so“, oder „Ich bin halt so“.

Punkt.

 

Der erste Schritt nach Hause...

...IST ZU ERKENNEN, DASS MAN DERZEIT NICHT ZU HAUSE IST

Ein Sehnen…

Du würdest diese Zeilen hier jetzt nicht lesen, wenn nicht etwas in dir dich wachgerüttelt hätte.

Etwas, das MEHR will, als alte Verletzungen aufzuwärmen und auszuhalten. Etwas, das wieder beachtet und gelebt werden will: deine WÜRDE, dein GESEHEN SEIN, dein ANGENOMMEN und VERBUNDEN FÜHLEN. Etwas in dir hat genug gelitten und folgt dem Funken Sehnen nach dem paradiesischen Zustand von Fülle und Sorglosigkeit, an die Erinnerung von Unkenntnis von Trennung und Zurückweisung.

Heil werden – ganz werden

Der erste Schritt in Richtung GANZHEIT und würde-vollem Denken, Fühlen und Handeln ist, zu ERKENNEN, dass du in einen Seins-Zustand gerätst, der automatisch abläuft, aber NICHT DEINEM NATURELL ENTSPRICHT!

Das erkennst du daran, dass du versuchst, dich abzulenken, dich in Schlaf oder Arbeit flüchtest, und dich insgeheim unglücklich, rastlos, unzufrieden, herrisch, misstrauisch, kampflustig, isoliert und alleingelassen oder ähnlich UNTRAGBAR UNRICHTIG fühlst.

Es erfordert viel Mut und innere Aufrichtigkeit, dir einzugestehen, dass dein bisheriger Umgang mit dem Leben zwar FUNKTIONIERT hat, im Sinne von ‚überleben‘, aber dass Entfaltungslust und Forscherdrang, Begeisterung und Freude zu wenig Raum hatten. 

Entfaltungslust und Forscherdrang sind (laut Gerald Hüther, einem genial menschlichen Neuro-Biologen und Hirnforscher) diejenigen Komponenten, die in uns allen natürlicherweise für Wachstum angelegt sind und denen nachzugehen dein Potential zum Erblühen bringt und in dir das erweckt, was du auf einzigartige unverwechselbare Art in die Welt bringen kannst, was dich erfüllt und glücklich macht: DICH!

Neues Denken, Fühlen und Handeln

DEIN ERSTES TUN...

…mit der Erkenntnis, dass wahrhaftig ein Veränderungswunsch, ein SEHNEN in dir besteht, könnte sein:

dir in deinem Notizbuch aufzuschreiben, in welchen Situationen

  • du dich klein fühlst, wie ein Kind – ohnmächtig, resigniert, hoffnungslos, wütend, voller Angst oder voller Schmerz, … und du tust, was erwartet wird, was du meinst tun zu müssen, wo du meinst, „es geht halt nicht anders“,…
  • oder in denen du auf eine Art re-agierst, die der Situation – im Nachhinein gesehen – überhaupt nicht angepasst ist: übertrieben oder untertrieben, dramatisch oder distanziert sachlich unberührt, mit immenser Anstrengung und Verbiegung oder mit einer Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit, die dir selbst im Herzen weh tut 
  • oder wo du beteiligte Mit-Menschen über oder unter dich stellst, ihnen von oben herab oder von unten hochblickend begegnest… jedenfalls nicht auf einer Ebene

Durch das Hinschauen und Bewusst-machen gehst du einen weiteren entscheidenden Schritt: Du bist nicht mehr mittendrin in deiner alten Geschichte! Das stärkt in dir ein GEFÜHL der Selbstbestimmtheit, des In-Der-Hand-Habens.

Und dass du aus der Situation auch aussteigen kannst. Sie nicht fortführen, wie gewohnt fortfahren musst. Anderes HandelnDu kannst die Situation von außen betrachten. Zoomen. Hin und her. Du bestimmst.

Damit beginnst du auch, anders über dich zu DENKEN. Achtsam, behutsam, pfleglich, förderlich. FÜR dich, statt gegen dich. Auf einer-auf deiner Seite.

Der erste Schritt - Erkennen - ist getan.

Ich gratuliere dir von ganzem Herzen, denn das Hinschauen, Eingestehen und das Sich-wachsen-wollen-erlauben ist anfangs oft – hirntechnisch und evolutionsbedingt – mit viel Widerstand verbunden. Darum:

Lass es dir gut gehen! Sei sanft, pfleglich, behutsam mit dir!
Wir wieder-begegnen uns morgen. Beim Innehalten und Atmen.

Ich freu mich auf dich!