RESET.

Vom Erfüllen

zu Erfüllung.​

Schritt 3: Aufmerksamkeit sammeln und Anstrengung loslassen

Lesezeit: ca. 3 Minuten,5

GRATULIERE, dass du auch heute wieder da bist!

Wie oft passiert es, dass wir mit Feuer und Flamme etwas starten 

  • und bald schon vergessen haben, Holz in unseren TANK nachzulegen – und das Feuer verglüht aus Mangel an Energie.
  • oder wir DENKEN uns: kenn ich/weiß ich doch alles schon (aber bis zum Ende haben wir es nie durchgezogen, um auch wirklich die Früchte zu ernten, die uns wiederum nähren…)
  • oder wir FÜHLEN uns heute „nicht in der Stimmung“ etwas für uns und unser ganzheitliches Wohlbefinden zu tun (was uns bei Babies, die auf uns angewiesen sind wohl nicht daran hindern würde, uns trotzdem um sie zu kümmern…)
  • oder wir sind so im TUN/ERLEDIGEN drinnen, dass wir Mails nur überfliegen, auf später verschieben und uns keine Zeit nehmen, unsere Prioritäten zu sichten und zu ordnen.


All diese Hemmnis-Optionen hast du grandios überwunden und bist nun HIER, bereit zum nächsten Schritt.

Das will anerkannt und wertgeschätzt sein, und das tue ich hiermit.

Aber noch viel wichtiger wäre, dass DU es spürst, dass DU wertschätzt, was du in diesem Moment „für dich“ tust.

Für dich, für mich und die Welt. Also: DANKE

Bist du bereit? Wollen wir?

Wo du aktuell stehst:

Hoffentlich auf beiden Beinen mitten im Leben!

  • raus gezoomt aus einem wohl bekannten Situationsablauf
  • innehaltend und atmend und
  • vielleicht ein wenig wackelig wartend auf den nächsten Schritt???

Mit der Aufmerksamkeit auf deine Atmung hast du ihn schon eingeleitet:-

AUFMERKSAMKEIT SAMMELN.

Lenke deine Aufmerksamkeit auf all jene Teile, in die du dich zerstreut hast und sammle alles ein.

Mit jedem einzelnen Atemzug jeden einzelnen Energiestrom sammelst du dich ein.

  • Die Gedanken an die Kinder, den Haushalt, den Partner,
  • die to-dos und Erwartungen der Familie,
  • die liegengebliebene Arbeit und die Urlaubsplanung…

Kappe für diesen Moment deine energetische Beziehung dorthin, deine Zerstreuung. 

Fokussiere deine gesamte Aufmerksamkeit in deinen Körper auf deine Körperwahrnehmung.

Hol dich zurück nach Hause. ‚Gesamtheitlich‘.

Denn nur so kannst du auch spüren, wo du Anstrengung machst, die aktuell nicht nötig ist:

Wenn du stehst, brauchst du ein klein wenig Spannung in den Beinen und entlang der Wirbelsäule, um nicht wie eine Amöbe zu kollabieren und dein Gewicht geradewegs über die Füße an den Boden abgeben zu können.

Im Sitzen kannst du die Spannung in den Beinen komplett weglassen und dein Gewicht über die Sitzknochen an die Sitzfläche abgeben.

In beiden Fällen aber brauchst du:

  • keine durchgestreckten Knie,
  • keine hart gespannten Waden oder Oberschenkel,
  • keine gehaltenen Knöchel,
  • keinen Waschbrettbauch und
  • keine hochgezogenen Schultern.
  • Auch keine Falten auf der Stirn und
  • keinen eingezogenen Schildkrötennacken.
  • Und mit den Zähnen musst du dich auch nirgendwo festbeißen (oder?…)

Der zweite Teil dieses Schrittes heißt:

Anstrengung loslassen!

Allein schon mit dem Durchatmen

 MUSST du zumindest ein wenig des Panzers, der Zwangsjacke, der Anstrengung loslassen, die du in deinem altbekannten Seinszustand automatisch machst. Sonst kannst du nicht durchatmen.

  • Und dann spürst du einfach weiter nach, was du z.B. mit deinem unteren Rücken machst: Durchbiegen? Abknicken? Starr machen?
  • Dann ist dein Bauch ziemlich sicher mit beteiligt. Stimmt’s?
  • Was machst du in den Hüften? Geschmeidig beweglich oder starr und stocksteif?
  • Ist dein Kiefer eingerostet und bringst du die Zähne kaum auseinander?
  • Wie ist der Zustand deiner „Flügel“? Klebst du deine Schulterblätter gerade an die Wirbelsäule fest, oder hast du sie einbetoniert als Teil deines Schutzpanzers?
  • Wie spürst du deine Beine?
  • Kannst du dich auf sie verlassen oder wirken sie so weit weg, dass du den Boden unter den Füßen kaum spürst?

Du weißt, ich mach mich nicht lustig über dich, oder mich (denn ich kenne diese unterschiedlichsten Zustände durchaus sehr gut von mir selbst.)Ich habe inzwischen die Erfahrung gemacht, dass die Mischung an Humor, Aufmerksamkeit und sich selbst ernst – im Sinne von wertvoll – nehmen am besten funktioniert, um zu Anspannung loszulassen. Probier es für dich aus…!

Es kann auch sein,

… dass du zwar Anspannung merkst, dass sie aber allein durchs Merken nicht verschwindet.

Und dass es scheint, als ob du vergessen hättest, wie das geht, dieses Loslassen…

GENAU DA GEHT’S MORGEN WEITER!!!

Und ja, die Schritte sind wirklich im Grunde genommen fuzi-klein und dauern bloß einen Moment, einen Augenblick – da geb ich dir völlig recht.

Man könnte doch ruhig schneller vorgehen, als jeden Tag ein Mini-Schritt?

Könnte man.

Aber unser Hirn braucht sowieso ein gemütliches Heranführen an Neues. Sonst schlägt es wieder unnötig Alarm.

Und außerdem braucht jeder einzelne Schritt ein möglicherweise ungewohntes Maß an Aufmerksamkeit – das will auch trainiert sein!

Deshalb: Schritt für Schritt.

Alleine das Bisherige zu üben ist übrigens eine großartige Leistung!

Und all deine „Ahas“ – wie klein und unwichtig sie dir erscheinen – sind eine Aufzeichnung in deinem Büchlein wert! 

Sie werden dich darüber hinweg in deinen blühenden Garten begleiten (oder was du sonst „ansteuerst“), wenn dein Denken, Fühlen oder Handeln wieder auf die graue Autobahn abzweigen will… (Siehe heutige Einleitung.)

Stay inspired - wir sehen einander morgen!
Deine Esther