RESET.

Vom Erfüllen

zu Erfüllung.​

Schritt 2: Innehalten und Atmen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Was bisher geschah:

Seit gestern bist du dir mehr im Klaren darüber, wo und wann im Alltag es bestimmte Impulse gibt, die in dir einen Mechanismus lostreten,
-> der dich aus der Bahn wirft,
-> dich den Boden unter den Füßen verlieren lässt,
-> dich unwohl oder gefangen fühlen lässt,
-> dich plötzlich verwirrt anstehen lässt und
-> dein Denken, Fühlen und Handeln in verschiedene Richtungen zieht.

 

Du fühlst dich zerrissen,

... in deiner Integrität und Würde bedroht.

Vielleicht würdest du es anders bezeichnen, aber genau darum geht es:

 

Du hast seit gestern in deine Büchlein Situationen und Momente gesammelt, 

in der deine Aufmerksamkeit gefragt ist,

um dir selbst treu zu bleiben und für dich so einzustehen, 

wie du dir es zu einem früheren Zeitpunkt 

in einer vergangenen Situation 

von schützenden, wohlwollenden Menschen 

an deiner Seite gebraucht hättest, 

um deine Integrität und Würde zu wahren.

 

Und weil diese Menschen damals nicht so da waren, 

wie du es gebraucht hättest, 

reagierst du heute noch, 

wie es dir damals das Leben gerettet hat:

 

du kämpfst, oder flüchtest, oder machst dich unsichtbar/stellst dich tot.

Zurück zu heute:

In dem Moment, in dem du ERKENNST, dass du in eine der von dir entdeckten Situationen geraten bist, stehst du mitten vor dem nächsten Schritt:

Dem INNEHALTEN und DURCHATMEN

Sobald du MERKST, dass irgendetwas in deinem Tagesablauf eckt und kantet, DANN hast du auch die Chance, INNEZUHALTEN!

Denn dann

  • bist du schon auf eine Art aus der Situation raus „gezoomt“,
  • bist nicht mehr automatisierter Teil des Ganzen und
  • bist wieder in der Position selbstbestimmt zu wählen!

In diesem Fall empfiehlt es sich „DURCHATMEN“ zu wählen, denn die Atmung ist eine der einfachsten und raschesten Dinge, mit denen du dich aus einem Verhaltensmuster raus katapultieren kannst! Aus dem Grund, weil zu jedem Verhaltensmuster auch ein spezifisches Atemmuster gehört.

  • Zum Beispiel: schnell und flach in den Brustkorb. 
  • Oder kaum merklich in den Bauch. 
  • Oder fast gar nicht, weil Bauch und Brustkorb zu einem Panzer verschmolzen sind.

In dem Moment, in dem es dir gelingt, deine Aufmerksamkeit auf deine Atmung zu lenken und dir zu erlauben 

  • zu seufzen,
  • oder tief Luft zu holen,
  • oder voll auszuatmen
  • oder was immer du in dem Moment spürst, dass dir gut tut und dich wieder lebendig macht,

-> bist du schon aus dem Automatismus ausgestiegen! <-

Herzliche Gratulation! Das will gefeiert werden!

Jedes Mal auf’s Neue!

Dass es mit einem Mal innehalten bei einer jahrelang gepflegten Gewohnheit nicht getan ist, erwähne ich an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber.

Allerdings wird jedes einzelne Mal innehalten und durchatmen dich das nächste Mal darin bestärken, es wieder zu tun. 

Denn es eröffnet dir neue, kreative Möglichkeiten! Und wieder. Und wieder…!

Bis die neuen Verknüpfungen im Gehirn zum neuen Hauptverkehrsweg geworden sind…

 

Zur Übersicht:

Schritt 1: Erkennen

dass du in einen bereits entlarvten Mechanismus geraten bist, OHNE dich zu verurteilen, dass du es hättest besser wissen müssen oder ähnliches. Du würdest es sonst mit altbewährten, evolutionsbedingten Überlebensmechanismen aufnehmen wollen. Und das macht ja ziemlich wenig Sinn…


Schritt 2: Innehalten…

damit ist gemeint, dass du das, was du gerade TUST, was du gerade DENKST, welchem GEFÜHLSausbruch du dich gerade hingibst, UNTERBRICHST, ohne „Wenn“ und „Aber“!


Einfach deshalb, weil du es KANNST:

  • Du KANNST stehenbleiben, wenn du herumhetzt.
  • Du KANST einen Gedanken umwandeln oder noch besser, deine Aufmerksamkeit in den Körper lenken (zur Atmung, s.u.)
  • Du KANNST auch eine Stimmung unterbrechen, allein schon durch deine Mimik oder eben durch deine Art der Atmung. (Und wenn es dir noch niemand gezeigt hat, zeig ich’s dir gern!)

…und ATMEN

Tief und voll. 

  • In den Brustkorb bis zu den Schlüsselbeinen, 
  • ins Zwerchfell, 
  • in den Bauch, 
  • bis zum Becken hinunter. 

Nicht nur „vorne“, fülle auch die „Rückseite“ mit der Atembewegung. 

Hol dir deinen Raum zurück.

Dehne dich aus. 

Geh in deine Größe und Kraft. 


Jemand, der nicht atmet – ist bald tot, 

jemand der sehr wenig, sehr seicht atmet, hat wenig Sauerstoff für die Muskeln, die Organe, insbesondere das Gehirn, zu Verfügung 

und kann sie demnach auch nicht ausgiebig nutzen. 


Also: Atme dich zurück in deine wahre Größe, Kraft und Intelligenz! 

Mach dir gern auch Notizen zu deinen „Atemgewohnheiten“!

  • Wobei tust du dir schwer?
  • Was hat man dir gesagt, was das „richtige“ Atmen ist?
  • Was macht es mit dir, wenn du in nur in den Bauch, nur in den Brustkorb atmest?

Lebendiger? Beruhigender? Spiel dich mit deiner Atmung! 

Sie ist dein Lebenselixier und auch ein Element, wodurch wir alle miteinander verbunden sind..

Wie es DANN weitergeht, erfährst du morgen in Schritt drei:

DICH SAMMELN UND ANSTRENGUNG LOSLASSEN!

Bleib sanft und nachsichtig mit dir -
wir treffen einander morgen hier!