Stehst du vor einer Entscheidung? Was dir helfen kann.

Die letzten Tage und Wochen, in den Themen meiner KlientInnen, in meiner Arbeit, mit meinen Söhnen, meinem Mann, war es immer wieder Thema:

 

Wenn eine Entscheidung ansteht: woran orientiere ich mich? 

Und wie erkenne ich dass meine Entscheidung kein Fehler ist?

 

Zu allererst ist dir schon mal zu gratulieren, wenn du dich denn entschieden hast, eine Entscheidung zu treffen!

 

Denn dann gehörst du vielleicht zu jenen, die lieber gleich hinschauen, wenn etwas in ihnen „Alarm“ schreit oder im Außen etwas nach Stellungnahme drängt.

 

Vielleicht gehörst du aber auch zu jenen, die sich erstmal mit der Situation irgendwie arrangieren – bis der Druck, egal ob Leidens- oder Sehnsuchtsdruck, so groß ist, dass das innere Schreien nicht mehr zu überhören und die Entscheidung nicht mehr aufschiebbar ist.

 

Auf der anderen Seite hast du tagtäglich mit abertausenden Entscheidungen zu tun, die dir als solche vielleicht gar nicht auffallen – weil dafür praktischerweise schon Gewohnheiten zuständig sind, oder gewisse Schlussfolgerungen (wie: ‚es ist kalt draußen, ich ziehe eine Jacke an’) dir die Entscheidung erleichtern.

 

Und auf der anderen Seite können dich genau diesen kleinen Entscheidungen unsäglich aufhalten und in Verwirrung stürzen – wenn…

 

Ja wenn dir folgendes fehlt: deine Intuition und dein Vertrauen in deine Wahrnehmung derselben. Damit meine ich nicht, dass du keine Intuition und kein Vertrauen hast. Und es ist auch nicht der Punkt, den ich in der Überschrift anspreche. Damit meine ich, dass du einfach vergessen hast darauf zu achten.

 

Oder du hast vor einiger Zeit eine Entscheidung getroffen, 

  • die dir jetzt Kopfzerbrechen beschert, 
  • oder: dein Zweifel-Automatismus hat wieder eingesetzt, 
  • oder das „Resultat“, das du dir aus der Entscheidung erwartet hast, ist nun doch anders ausgefallen, als erhofft.

Und dann zweifelst du an deiner Eingebung, deinem damaligen Bauchgefühl, an dir, am Universum und an allen Lehrern und Lehren, denen du jemals zu deinem Bewusstsein und deinem Herzen Zutritt erlaubt hast, und bist überzeugt (mit Zweifeln): das war ein Fehler!

 

Was wäre, wenn du überhaupt keinen Fehler machen KANNST?

 

In Wahrheit ist es doch so, dass du in jedem Moment deine Entscheidungen aus deinem aktuellen besten Bewusst-Sein triffst – gefiltert, wie der Filter eben aktuell ist, verformt, wie aktuelle Glaubenssätze in dem Moment eben wirken, gefärbt, wie es dein aktuelles Leben und dein emotionaler Zustand eben einwirken.

 

Klar, wenn du GENAU nachspürst, war da vielleicht das eine Warnsignal, der eine Schreck, dieses eine Aufflackern, das du zur Seite geschoben hast, oder einfach in diesem Moment nicht fähig warst zu kommunizieren.

Nicht aus Unachtsamkeit oder Gleichgültigkeit – sondern aus deinem damaligen aktuellen persönlichen Angst-Level heraus! 

 

Trifft es auf dich zu, dass du dir Vorwürfe machst, 

  • dass du es hättest wissen müssen? 
  • Dass du es gewusst hast, aber zu feig warst, danach zu handeln? 
  • Dass du es geahnt hast, aber zu unsicher, um dir zu vertrauen? 
  • Und dass du nun die Strafe kassierst für deine Feigheit, deine Unsicherheit oder deine Selbstsucht, deinen Egoismus, deiner Perfektionslosigkeit, 
  • und ist deine Schlussfolgerung, dass du dich mehr bemühen musst und härter an dir arbeiten musst?

Was wäre, wenn du dir mit Selbst-Mitgefühl begegnest und dich um alle die Schmerzen und Ängste kümmerst, die dir im Laufe deines Lebens mit Sicherheit begegnet sind, die dich aus der gerade erst zurecht gerückten Bahn geworfen haben und dich erneut an dir zweifeln ließen?

 

Und was wäre: WENN DU DEINE MEINUNG ÄNDERN DÜRFTEST? WENN DIE ANTWORT, DIE ENTSCHEIDUNG, DIE DU DAMALS GETROFFEN HAST, SPÄTER – JETZT EINE ANDERE IST? GANZ EINFACH AUS DEM GRUND, WEIL DU DICH GEÄNDERT HAST, WEIL DEIN LEBEN, DIE WELT SICH VERÄNDERT HAT?

 

Veränderung liegt in der Natur der Sache. 

Und Klarheit „verändert“ sich auch, 

nämlich mit jedem Schritt, den du in eine Richtung tust, 

mit jeder Entscheidung die du triffst um einen Schritt zu tun – 

denn durch dieses Tun erhältst du mehr Klarheit, ob deine Gesamtheit „Ja!“ jubelt oder „Nein!“ ruft – oder keinen Aufschrei auslöst und du einfach in die Richtung weitergehst.

 

Letztens habe ich eine „Fokus-Challenge“ gestartet: die Idee war: 14 Tage täglich den Morgen-Fokus öffentlich und live zu machen. Nach dem 3. Mal hab ich gemerkt, es erfüllt den Zweck nicht: es reißt mich aus meinem Fokus, weil es in den aktuellen Alltag kaum integrierbar war. Also hab ich die Challenge wieder abgeblasen, bzw. sie wieder auf den Wochen-Fokus umgeändert. Punkt. 

 

Man könnte sagen: schlecht geplant. Oder zu wenig Durchhaltevermögen. Oder: UNPROFESSIONELL! 

Normalerweise gehöre ich zu jenen, die durchhalten, auch wenn schon lange klar ist, das es nicht mehr mit meiner inneren Wahrheit zusammen stimmt. Bis zum bitteren – oder auch sehr bitteren – Ende. 

Es ist für mich eine neue Errungenschaft, Projekte auch abzubrechen – schlicht und einfach aus dem Grund, weil sie nicht dazu beitragen, mein eigentliches Anliegen zu unterstützen.

 

Wenn du genau wüsstest, mit all deinem Sein, dass du keinen Fehler machen KANNST, nur Erfahrungen, dass das Universum, das Leben, IMMER auf deiner Seite ist, dich liebevoll beg-leitet, und du geliebt und willkommen bist, wie immer du dich in Orientierung an deinem tiefsten (oder höchsten) oder aktuellen Bewusstseins entscheidest,

 

würde es dir leichter fallen, Entscheidungen zu treffen? 

 

Wenn du genau wüsstest, dass du mit den Situationen, die dir im Leben begegnen, umgehen kannst, umgehen lernst, dass du FÄHIG bist, sie zu meistern, zu integrieren und sie zu DEINER ERFAHRUNG zu machen?

 

Ich wünschte, ich könnte dir besser beschreiben, wie es sich anfühlt, 

dich einfach nur geborgen und sicher zu fühlen, sicher zu SEIN, aber du kennst sie sicher:

 

Es gibt diese Momente, da ist es völlig klar.

Wenn du in diesen Raum der Stille ankommst und alles, so wie es ist, auf einmal stimmig ist und die Zeit für einen Augenblick oder zwei still steht. – 

 

In einer lauen Vollmondnacht, 

oder mitten im Wald, 

oder deinen Lieblingstee schlürfend, 

oder Blickkontakt mit einem Menschen habend, 

und ihr einander in diesem Blick begegnet.

 

Ich möchte dich heute fragen:

Welche Entscheidung steht an?

Was sind deine bisherigen Befürchtungen und:

Wie entscheidest du, wenn du weißt, dass du Drama-frei deine Meinung ändern kannst?

 

Wie fühlt es sich an, wenn du die Freiheit hast, deine Meinung zu ändern und DU  VERURTEILST DICH NICHT, sondern: NIX=kein Kommentar, einfach NIX?

 

Ich möchte dich einladen, Frieden zu schließen, mit deinem vergangenen Selbst, deinen Entscheidungen und daraus resultierenden Gegebenheiten in deinem Leben. 

 

Egal, ob es um Beziehung, Kinder, Familie, Job ging, oder deine Haarfarbe, dein Schuhwerk, deine Haustiere oder deine Schulwahl. Stell dir vor, alles deins. 

 

Angenommen, willkommen geheißen, integriert und kein Thema mehr.

Wohin würdest du deine Energie, deine Aufmerksamkeit DANN richten, wenn du nicht mehr damit beschäftigt bist, dich anzuzweifeln und dir (oder anderen) Vorwürfe zu machen?

 

STIMMT! 

Hast recht: es kann sein, dass es eine hartnäckig festsitzende Gewohnheit geworden ist. 

Und es deine weichnäckige, liebevolle Aufmerksamkeit braucht, 

um dich von ihr zu lösen (sprich deinem Hirn eine neue Lösungsmöglichkeit schmackhaft zu machen).

 

Und kann sein, dass du dir denkst: nicht schon wieder irgendwo dranbleiben und aufmerksam sein! Versteh ich voll. Genauso wichtig, wie Wachstum sind Wachstumspausen (Winter), zum Verschnaufen, Verdauen, Kräfte sammeln.

 

Und wenn du erholt genug bist, wirst du erneut eine Drang oder ein Ziehen oder ein Sehnen oder ein Kribbeln spüren. Und dann steht unter Umständen eine Entscheidung an…

 

Wie geht es DIR mit Entscheidungen?

Steht bei DIR gerade eine an, über die du dich nicht „drüber traust“ (= dir nicht über den Weg traust)? 

Schreib mir gern, wenn dir was am Herzen liegt oder in der Seele brennt oder beides… 

 

Oft hilft das Schreiben, für dich Klarheit zu schaffen.

Ich freue mich, von dir zu lesen und auch NICHT von dir zu lesen — weil das Schreiben allein für dich gereicht hat.

 

Von Herzen, Esther

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